13. März 2018
19:00 Uhr
Eintritt frei

Café littéraire mit Roland Brival und Thomas Reverdy: Japan in der französischen Gegenwartsliteratur

Institut français
13. März 2018
19:00 Uhr
Eintritt frei

Lesung mit anschließender Diskussion mit und zwischen den Autoren

Roland Brival: Der auf Martinique geborene Autor  lebt seit seiner Jugend in Paris. Er ist nicht nur Romancier, sondern auch Musiker, Bildhauer und Maler und hat für das Theater gearbeitet. Sein aktueller Roman „Nègre de personne“ (Gallimard, 2016), ist eine romanhafte Biographie einer der  Gründerfiguren der Négritude und ein erstes großes Manifest der sich von Paris aus formierenden Bewegung.

Sato San - der Miedermeister
Von Kindheitsgeschichten wie der von Shiro Sato würde man nicht wagen zu träumen: Aufgewachsen ist er in Osaka bei seiner Mutter, einer Schneidermeisterin. Ihre Begabung für Miederkunst lockt viele Frauen an, die die prächtigen Artikel anprobieren wollen. Es ist nicht verwunderlich, dass solch ein Erlebnis einen jungen Mann mit blühender Fantasie fasziniert. Nachdem er in die Kunst der Farben, des Schnittes und der Stickerei eingeweiht wurde, entwickelt sich Shiro Sato zu einem glänzenden Schüler. Da er jeden Tag mit halbnackten Frauen verbringt, findet er heraus, dass das Schwierigste für Männer ist, zu lernen, sein Verlangen zu zügeln. Vor allem im traditionsreichen Japan, wo Feinheit und Grausamkeit oft nah bei einander liegen.

Thomas B. Reverdy wurde 1974 geboren, durchlebte, nach eigener Auskunft, eine glückliche Kindheit inklusive humanistischer, aufklärerisch geprägter Erziehung und arbeitet heute als Lehrer in Seine-Saint-Denis. Reverdy lebt in Paris und ist Autor von sechs Romanen.

Die Verflüchtigten
Sich in Luft auflösen, das ist in Japan ein gängiger Weg, der Familie große Schande zu ersparen. Kaze hat sein Gesicht verloren, weil er, der treue Angestellte einer großen Investementbank plötzlich fristlos entlassen wurde. Mit einem Koffer und drei Pappkartons verschwindet er nachts nach San‘ya, das verlorene Viertel Tokios. Dort regiert mit äußerster Brutalität die japanische Mafia. Und dort kreuzt sein Weg den von Akainu, einen Jungen, den der GAU von Fukushima zum Straßenkind gemacht hat. Vor der Bedrohung durch die Yakuza fliehen die beiden weiter nach Norden, zu den Landschaften der Verwüstung, auch um Akainus Familie zu suchen. In San Francisco hat derweil Kazes Tochter beschlossen, den Vater aufzuspüren und bittet ihren Exfreund Richard B. um Hilfe. Der ist Privatdetektiv, Gelegenheitsdichter, Reisehasser und vor allem immer noch unsterblich verliebt in die schöne Yukiko und ihr rätselhaftes Land. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg.

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